Fahrradgedanken #3

Ich habe heute etwas Neues gefühlt, es war Abwesenheit. Kein Vermissen, keine Traurigkeit, einfach nur nichts, wo etwas sein sollte: Meine Hand fasste ins Leere, plötzlich tat sie sich auf, so, als stünde ich im Zimmer eines Hochhauses und es fehlte eine Wand; dort, wo sie hingehörte, war nur Himmel bis zum Horizont, es war glasklar, schwindelerregend und zugig und ich wusste, dass es dafür keinen Trost geben würde, nur gewöhnen würde ich mich, an die Kälte, an die Leere, an die Abwesenheit, ich würde lernen, wohin ich gehen konnte, ohne zu fallen.