Fahrradgedanken #8 von Caro

Diesmal habe ich ein Zitat ausgesucht. Eines, das erklärt, was die „Wellenbewegungen“ sind, über die wir schon einige Male gesprochen haben, wenn es um Sinn und Unsinn des Lebens und Sterbens ging. Die Idee der Wellenbewegungen kommt von Irvin D. Yalom aus seinem Buch „In die Sonne schauen. Wie man die Angst vor dem Tod überwindet”.

Von all den Ideen aus meinen praktischen Jahren, wie man der Todesfurcht und der Verzweiflung eines Menschen über die Vergänglichkeit des Lebens entgegentritt, halte ich den Gedanken des Welleneffektes für einzigartig überzeugend. Er bezieht sich auf die Tatsache, dass jeder von uns – oft ohne bewusste Absicht oder Wissen – konzentrische Einflusskreise erzeugt, die sich jahrelang, und sogar über Generationen hinweg, auf andere auswirken können. Der Effekt nämlich, den wir auf andere Menschen ausüben, wird wiederum an andere weitergeleitet, ganz ähnlich den kleinen Wellen, die sich in einem Teich ewig kräuseln, bis sie nicht mehr sichtbar sind, auf der Nano-Ebene jedoch fortlaufen.