Weihnachts-Special: Das große Spiel des Todes

Von wegen der Tod ist ein Stimmungskiller: Die zweite Folge des endlich.-Podcasts ist ein super stimmungsvolles Weihnachts-Special mit unserem liebsten Popstar Jens Friebe! Bei Sekt und Lebkuchen tauschen wir Gedanken über unser eigenes Sterben aus und spielen Das große Spiel des Todes.

Wie begegnen wir unserem eigenen Tod? Was wünschen wir uns für unser Sterben? Ein langsamer Sterbeprozess muss nicht nur für die Angehörigen leichter sein, es kann auch für den Sterbenden selbst hilfreich sein. Für die Mensch-Werdung, glaubt Caro. Dennoch ist das eigene Sterben einfach zu groß und verweigert sich dem Zu-Ende-gedacht-Werden. Der Übergang in einen anderen Zustand ist es, was Susann schon als Kind fasziniert hat und sie neugierig auf den eigenen Tod macht.

Kritisch besprechen wir das Statement aus einer Radiosendung, in dem es heißt, “im Normalfall ist das Leben schön”. Caro fordert ein Recht auf Unglücklichsein, weil das Leben auch scheiße ist und die guten und schlechten Dinge immer nebeneinander stehen. Es muss auch Raum für Schmerz und Leid geben, findet sie. Hier erzählt Caro von ihren ziemlich krassen Trauererfahrungen, vom Gefühl, falsch zu sein, weil man sich so lange schlimm fühlt, und sie erzählt von ihrer Sterbebegleiterinnen-Ausbildung im Hospizdienst Horizont, die sie kein bisschen bewundernswert und aufopferungsvoll findet, sondern im Gegenteil beglückend und erdend. Susann hat einen Zeitungsartikel über letzte Hilfe gelesen und fragt sich, wie sich das Sterben anfühlt.

Mit Jens spielen wir Das große Spiel des Todes, das von Lea Gscheidel und Virginie Gailing im Rahmen von re.designing death entwickelt wurde, und Fragen zum eigenen Tod stellt. Wir sprechen über die Frechheit, sterblich zu sein, über Fantasien zur eigenen Beerdigung, unwahrscheinliche Todesarten und auch Sekt und Roulette werden eine Rolle spielen. Unsterblichkeit ist kein Konzept, das Jens Angst macht, der Tod hingegen schon. Begleitet wird alles vom weihnachtlichen Klirren seiner Armreifen und dem gelegentlichen Klackern eines Sektglases. Gemütlich, weihnachtlich und ein kleines bisschen absurd.

Die heutigen Fahrradgedanken kommen von Susann und die findet Ihr hier.

Und weil Musik dazu gehört, gibt es hier eine von Jens kuratierte Playlist mit Songs zum Tod und für Beerdigungen:

Apropos Musik: Danke an Peer für den großartigen Song „Alle alle“ in unserem Intro/Outro! Und jetzt: Viel Spaß beim Hören!